Sonntag, 16. Januar 2011

DGNW #02


Nach dem Projekt von Trauerweide gibt es diese Woche Geblubber zum Thema "Nostalgie - Hach, war es damals nicht schön?“

In der Tat war es für mich damals sehr schön. :D Als Kind musste man sich um nichts Sorgen machen, konnte in den Tag hinein leben und überhaupt war alles toll~ Hier eine kleine Geschichte meines Lebens. *lach*

Kapitel Lembrucherstraße (etwa 2.-6. Klasse)
Es war noch vor dem Jahr 2000 (ich war also noch in der Grundschule), da lebten wir noch in der Stadt Damme in einem Reihenhaus, das hatte zwei Etagen und einen Dachboden (einmal fiel Papa fast die Treppe runter ><). Mein Zimmer war das Erste rechts, wenn man die Treppe hochging.
Im Gegensatz zu heute hatten wir damals auch viel mehr Tiere, einen ganzen Zoo wie man gerne sagte. Da war mein geliebter Hund Susi, die in dem jahr starb als ich meinen Führerschein machte (am selben Tag...), Mama’s Perserkater Tommy, der starb als wir ein verwaistes Kätzchen aufnahmen (es hatte Hautpilz und steckte Susi und Tommy an – Susi überlebte durch Hilfe von Papa’s Mama), mein Hamster, meine drei Zwergkaninchen und Papa’s Vögel (etwa um die 40 Stück) in einer großen Außenanlage, die immer ein Liedchen auf Lager hatten. Mir gefielen besonders die Wellensittiche und die kleinen frechen Zebrafinken. Als wir umzogen verkaufte Papa bald alle Vögel (wir hatten auch ne Rattenplage unter ihnen) und es wurde ein Hundezwinger für unseren neuen Hund Ben draus.

In Lembruch durfte Susi im Gegensatz zu später Hinnenkamp noch nicht in meinem Bett schlafen (ging auch nich, da ich zeitweise ein Hochbett hatte und es glaube ich sogar eine Tür zur Treppe gab). Trotzdem war sie immer für mich da und ich konnte immer mit ihr kuscheln und knuddeln, wenn ich einsam oder traurig war und auch sonst. Mit ihr konnt ich reden und da ich keine Geschwister habe, war sie meine Schwester. Sie war immer für mich da und war so ein lieber Hund… Einmal hat sie meinen Hamster sogar im Maul rumgetragen, weil er aus der Hamsterkugel entkommen war. Ich vermisse sie so sehr und kann gar nicht sagen wie viel sie mir bedeutet hat und noch immer bedeutet.

Jedenfalls war ich (so kommt es mir zumindest vor) damals ganz anders als heute und wenn ich so drüber nachdenke, war es wohl die glücklichste und unbeschwerteste Zeit meines Lebens! Ich war eigentlich jeden Tag draußen (wir hatten einen kleinen Garten mit einer Schaukel und einen Sandkasten – ich war fast jeden Tag schaukeln) und hab meistens mit den zwei Nachbarsjungen Patrick (meine erste große Liebe) und Tobias gespielt. Wir haben wirklich viel Scheiße gebaut… Beispielsweise Autos mit Wasserpistolen bespritzt (das Haus lag an einer Straße), in Bäumen „Häuser gebaut“ (ich war fast furchtlos, was Höhe etc anging), mit Kuhmist um uns geworfen, Streiche gespielt uvm. Im Grunde war ich ein richtiges Mannsweib, denn ich hatte mehr mit Jungs als allen anderen zu tun und habe auch das gemacht, was Jungs so machen (dementsprechend auch die heutigen Narben etc). Nur beim Fußball spielen als Torwart hatte ich mal Angst.
Abgesehen von den Jungs kamen mich damals auch viel mehr Freunde besuchen (ich hatte auch mehr), manchmal sogar unangekündigt, und auch ich besuchte mehr als heute und unternahm auch viel mehr.

Wie auch zu vielen anderen Sachen, fuhr ich auch zur Schule mit Fahrrad. Die Schule war eigentlich immer toll und ich bin gern hingegangen. Ich mochte die Lehrer (besonders Frau G.) und der Unterricht war spannend und ich hatte immer gute Noten. Kleine Defizite hatte ich in Mathe aber anscheinend immer, damals war es das 1x1, dass ich dann aber auch bald sehr gut drauf hatte. Mit den meisten meiner Klassenkameraden verstand ich mich auch super, in der Pause waren wir immer eine große Clique von Mädchen, die Seil sprangen, über Baumstämme hüpften oder einfach nur redeten. Mit meiner einzigen „Feindin“ hab ich mich dann auch mal geprügelt. Ich weiß auch noch, dass Stefan mir mal eine Schere nachgeschmissen hat und mit dem Stuhl hinter mir her rannte, weil ich vor einem Lehrer gemeint hatte er sei ein Arschloch. Da musste ich mich dann auf dem Mädchenklo verstecken. Feige war ich in der Schulzeit auch das eine oder andere Mal. Einmal hatte ich verschlafen und mein Vater sagte ich könne daheim bleiben, aber ich wollte trotzdem zur Schule, hab mich dann aber nicht in den Klassenraum getraut und bin wieder weggefahren. War wohl doch nicht so mutig hm?

Besonders toll war auch der Carneval, der immer genau an der Straße unseres Hauses entlanglief. Das hat immer Spaß gemacht und ich hab all meine Freunde beneidet, die richtig am Umzug teilgenommen haben (hab aber immer Bonbons von ihnen bekommen). Einmal hat Patrick auch eine Flasche Kurzen an den Kopf bekommen.
Ein anderes Highlight waren immer meine Geburtstage. Neben normalen Sachen wie ner Miniplaybackshow, Spielen und anderen gab es nämlich auch immer eine von meinem Vater organisierte Schnitzeljagd (Stadtralley), die allen Spaß machte. Ich werde auch nie vergessen, wie Jenny an einem meiner Geburtstage (wir haben gegrillt) mal das letzte Stück Toast, das eigentlich ich haben wollte, nahm nur um Susi zu füttern (Susi war ein kleines dickes Leckermäulchen ^^).

Wenn ich so recht über alles nachdenke gerade, so war ich aber auch damals schon öfter mal krank. Da waren zum Beispiel die Windpocken wo ich nicht nach draußen durfte, es einmal jedoch trotzdem machte um mit Tobias zu reden, und auch damals schon schlimme Blasenentzündungen. Ich war sogar einmal dehydriert (hab schon immer wenig getrunken anscheinend) und mit Nierensteinen im Krankenhaus am Tropf (der tat echt weh, weil ich ein Mittel nicht vertragen habe und ich hab nachts meine Mutter angerufen, dass sie der Schwester sagt sie soll ihn rausnehmen). Hab aber immer Besuch bekommen und mich auch mit meinen Zimmergenossen angefreundet (da war ein Mädchen mit einem gebrochenen Arm, eine mit Blinddarmentzündung und eine mit einer Lebensmittelvergiftung, die ich immer trösten musste). Heute bin ich fremden Menschen gegenüber immer etwas schüchtern und komme meist nicht so schnell aus mir raus.

Heute bin ich ein Weichei geworden, habe vor so vielem Angst und mache mir immer viele Sorgen. Ich frage mich, ob es nur an meiner „Aufgeklärtheit“ liegt oder auch mehr an den Veränderungen. Aber war es damals wirklich so viel besser oder kommt es mir nur so vor? Zumindest habe ich fast nur schöne Erinnerungen und wär gern wieder so unbeschwert wie damals!

- So das war viel Geblubber um nichts, ganz schön peinlich, aber so ist es nun mal. *lach* -


Was mir damals übrigens auch immer sehr viel Spaß gemacht hat, war das Zuschauen bei meinem Vater! Der hatte damals nämlich öfter mal das gute alte Super Nintendo zur Hand genommen und ich durfte manchmal sogar mitspielen. *-* Und wisst ihr, was er zum Beispiel gespielt hat (jahaa ich hab nen coolen Vater XD)?



Und wisst ihr noch welche Serien für euch Kult waren? ;) Bei mir waren es zum Beispiel~


Während ich mit Sailor Moon heute noch aufgezogen werde (jahaaa die Heulsuse Bunny XD), hat mein Vater Kickers oder Die tollen Fußballstars immer gerne mitgeguckt. :) Und meine Ma konnte ich auch von einigen Serien überzeugen. ;)

Kommentare:

Rude hat gesagt…

Ja,damals war wirklich alles besser. (:
Das Leben war so unbeschwert und schön,als gäbe es keine Sorgen und nun? :D
Na ja, ... jedenfalls ... Sailormoon und wirklich Kult,ich liebe es heute noch.
Aber die Stimme von Bunny ist ätzend. :D

Ach ja,du wurdest getaggt. (:
http://freakdesu.blogspot.com/2011/01/hass-liebe-tag.html

Grüße,
Rude

Akai hat gesagt…

Biene Maya, Heidi und Wickie sind meine, einmal Kult immer Kult xD
Wenn ich heute Wickie gucke ö_ö find ich das immer noch ultralustig~
OldschoolAnimes haben echt nen total Reiz *g*

Ansonsten war meine Lieblingsserie damals nur noch Tico, mein bester Freund *_* zweite Klasse Volkschule oder so, seit damals nicht mehr gesehen, aber die Serie hat echt nen Nerv bei mir getroffen, auch wenn sie damals echt kein Schwein geguckt hat xD

Pssssttt.... ich weiß nicht wie ich drauf komme, aber i-wie hab ich gedacht du hättest Geschwister oô du wirkst einfach i-wie so ~

ich denke nicht, dass es damals unbedingt besser war, aber unser Gehirn hat die Erinnerung an früher schon so oft umprogrammiert, dass uns im Nachhinein einfach nichts anderes übrig bleibt, als das zu glauben xD i-wie schon ulkig ~

Trauerweide hat gesagt…

Hallöchen ^^

Entschuldige mein spätes Kommentar, aber die letzten Tage waren voll von purem Stress x.x" Ich bin überglücklich jetzt Wochenende zu haben, auch wenn ich jetzt noch etwas für die Schule tun muss.

Ich freue mich natürlich unheimlich darüber, dass du dir soviel Zeit genommen hast, ein Kapitel deines Lebens niederzuschreiben ^^ Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich auch ein ziemliches Weichei geworden bin und schiebe es zu gerne auf meine gemachten Erfahrungen und meine Kenntnisse, aber ganz ehrlich: Ich glaube, zwischendurch muss man einfach das tun, wonach einem ist und die seine eigenen Grundsätze und Ängst überwinden. Zugegeben: Ich habe es noch nicht geschafft, aber ich nehme es mir fest vor, ein wenig mutiger zu werden ^^

Nochmals vielen Dank für deinen tollen, ausführlichen Beitrag ^~^
Ich wünsche dir ein tolles Wochenende!
Hinterlasse viele liebe Grüße!
~Trauerweide

Mitti hat gesagt…

Hi!!
Ichstimme dir zu damals war alles wie soll ich sagen? Einfacher? Ja, man hatte nicht so viel was man selbst entscheiden und machen musste... ;)
Und jetzt muss man sich rechtfertigen und hat denganzen tag verplant...naja... ich vermiss dieZeit mit dir... ;(

Ich hab dich lieb <3

melonpan hat gesagt…

ich habe mir vor kurzem erst wieder "Hikari" auf DVD angeschaut, da schwelgt man echt in Erinnerungen^^

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