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Samstag, 13. Oktober 2012

[Geblubber] Connichi 2012

Besser spät als nie folgt nun auch hier mein Bericht zur diesjährigen Connichi, bei der ich wieder alle drei Tage vom 07.09. bis 09.09. mit einer Freundin in Kongress Palais Kassel dabei war. (^___^) Einen kurzen Einblick mit Verlosung habe ich ja bereits auf Erdbeerkirsch gegeben.


Cosplay
In diesem Jahr habe ich selbst Sunako Nakahara in Schuluniform aus dem Manga (und Anime) Perfect Girl - Yamato Nadeshiko Shichi Henge gecosplayt. Es war das erste Mal, dass ich ein Kleid genäht habe und dafür ist es doch eigentlich recht gut geworden wie ich finde.


Schade fand ich, dass sich vor allem die Cosplay-Szene in den letzten Jahren sehr gewandelt hat. Die Cosplays werden immer aufwendiger und beeindruckender, aber die Menschen hinter diesen sind leider immer häufiger eingebildet und sehen auf andere herab. So habe ich bsp. eine Cosplayerin nach einem Foto gefragt und wurde tatsächlich einfach ignoriert.



Der Cosplay-Wettbewerb war wieder von vielen "nicht-kommern" überschattet und baut etwas ab. Viele der Teilnehmer stammen eher aus Österreich, der Schweiz etc, aber nicht aus Deutschland. Zum Gruppencosplay sind wir leider auch überhaupt nicht mehr in die Halle gekommen. *seufz*

Angebot
Die Händler bauen im Vergleich zu den letzten Jahren meiner Meinung nach immer mehr ab und bieten nun vor allem Merchandise und "Ramsch" an anstatt die ganze Szene mit Importen zu bedienen. Es gab doch tatsächlich nicht einen Stand mit einer guten Auswahl an CDs... Trotzdem gab es natürlich die ein oder andere süße Sache, wie die Nemu Neko Riesenkissen oder die Nekomimi Katzenohren. Bei letzteren handelt es sich um eine neue, 100 Euro teure Erfindung, die vor allem bei den männlichen Besuchern großen Anklang fand. Es sind maschinelle Katzenohren, die sich je nach Stimmung bewegen. Meiner Meinung nach ein süßes Gimmick, aber viel zu teuer! Außerdem sind die Ohren viel zu groß und geben maschinelle Geräusche von sich und der Kontakt auf der Stirn sieht doch einfach doof aus - also noch stark verbesserungswürdig! Hier gibts mehr Informationen zu den Ohren.


Leider sprießen gerade die unqualifizierten Showacts aus dem Boden und sorgen für die ein oder andere Enttäuschung... Project AT hatte bsp. ein Ragnarok Programm (ich bin großer Fan), aber die Mitglieder haben genuschelt und man hat nicht wirklich etwas verstanden. Dafür war der Auftritt des Comedian Shinji Schneider mit seiner Show über Videospiele ein kleines Highlight für mich. Da hat man wirklich mal gelacht und konnte richtig schön in alten Zeiten schwelgen.


Der Bring&Buy Bereich war in diesem Jahr größer und übersichtlicher gestaltet, aber es gab weniger Einzelbände als im letzten Jahr. Workshops waren interessant, aber überfüllt. Schön fand ich beispielsweise die immer größer werdene Anzahl an kleinen Händlern mit selbstgemachten Sachen. Zwar bieten viele dasselbe an, aber es ist trotzdem schön! Spaßig sind die zahlreichen Gewinnspiele, Lose machen süchtig. Auch viele kleine kostenlose Gimmicks zum mitnehmen gab es wieder.
Schön fand ich, dass die Künstlerin Kodama Kozue wieder dabei war und erneut ein großes Leinwandprojekt über drei Tage startete. Ihre Arbeiten sind einfach traumhaft. Hier gehts zu ihrer HP.


Teezeremonie
Beim (überfüllten) Teezeremonie Workshop konnte man einige Eindrücke zur Teezeremonie sammeln. Während eine richtige Meisterin zwei Teilnehmern Tee servierte, erzählte uns ein Mann etwas darüber. Der Teeweg besteht aus vier Prinzipien: Wa (Harmonie), Kei (Respekt), Sei (Reinheit) und Jaku (Ruhe).
Die eigens für die Zeremonie gebauten Häuser/ Pavillons so klein, dass man sich bücken muss, was auch Demut und Respekt (zwei wichtige Eigenschaften bei der Teezeremonie) repräsentiert. Es ist ein sehr festlicher Anlass und man trägt traditionelle Kleidung. Es gibt keine gesellschaftlichen Unterschiede. Vor der eigentlichen Zeremonie trifft man sich häufig zu Spaziergängen oder ähnlichem. Die Zimmer sind puristisch eingerichtet und es wird mit Liebe und entsprechend der Jahreszeit etc. ein Wandbild und ein einfaches Blumengesteck ausgewählt. Alles wird miteinander abgestimmt und bei der Zeremonie werden eine Teeschale (茶碗, Chawan), eine Teedose, ein Wassergefäß, ein Wasserkessel, ein Bambuslöffel zum portionieren des Tees (茶杓, Chashaku) und ein Besen zum schlagen des Tees (茶筅, Chasen) verwendet. Den Tee selbst nimmt man mit einer Hand an (leider habe ich vergessen, ob mit links oder rechts). Der Hauptgast, der als erstes den Tee empfängt, entschuldigt sich mit einer Geste bei den anderen Gästen dafür, dass er als erstes Tee bekommt. Er dreht die Schale dreimal in seiner Hand und trinkt den Tee in drei Schlucken, wobei zumindest der letzte mit einem Schlürfen erfolgen sollte. Nach dem Tee wird eine kleine Süßigkeit gereicht.


Ehrengäste
Als Ehrengäste gab es drei japanische Sängerinnen, wobei zwei von diesen sich auf der Bühne wirklich... nuttig verhielten und Gogo-Bewegungen vorführten. Yoko Ishida war da was anderes und auch gesanglich wunderbar. Jede Sängerin performte etwa 3-4 Lieder und erzählte manchmal auch ein bisschen zu den Liedern und ihrem Deutschlandaufenthalt. Stimmung herrschte bei allen dreien.   


Japanische Mangaka gab es diesmal leider nur aus dem Genre Shonen-Ai - schade, das da nicht verschiedene Genre bedient wurden. Bei den deutschen Mangaka waren einige da, allerdings habe ich gerade bei Tokyopop doch mehr erwartet (es waren nur zwei da). Besonders Inga Steinmetz fand ich sehr sympathisch (haha auch weil sie mir ein Kompliment zu meinen Haaren gemacht hat). Autogrammkarten gab es natürlich auch und mein Con Hon ist nun ebenfalls endlich voll.


Essen&Trinken
... gab es natürlich auch auf dem Gelände! Das Ramadan Hotel bot wieder eine günstigere Speisen, vor der Halle gab es aber auch typische Imbissstände, die aber sehr überteuert waren.  Erstmals gab es auch einen, allerdings äußerst überteuerten und qualitativ minderwertigen, Bubble Tea Stand (Sphere Bay) bei dem immer eine schier endlose Schlange war.


Außerhalb haben wir wieder im günstigen "all you can eat" Tokyo gegessen. Sushi vom Laufband und ein warmes Buffet, das war fein, wenn auch nicht ganz so gut wie im letzten Jahr. Die Auswahl an Sushi war begrenzt und es gab Maki mit Paprika. *igitt* XD Außerdem haben wir bei dem kleinen "all you can eat" Asiaten im Bahnhof Wilhelmshöhe gegessen, aber auch der hat leider stark abgenommen... *seufz*

Hotel
Jedes Jahr probieren wir ein neues aus, immer noch auf der Suche nach einem günstigen, gut gelegenen und ansprechenden. In diesem Jahr waren wir im "Domus Hotel" in der Nähe vom Hauptbahnhof. Das Dreibettzimmer war wieder mit einem Doppelbett und einem Schlafsofa ausgestattet, ansonsten gab es nichts zu meckern. Okay, abends war natürlich schon etwas Straßenlärm und die gröllende Menge zu hören, aber das ist ja typisch Großstadt. Das Frühstück war nicht "inklusive", deswegen haben wir darauf verzichtet (Kosten wären über 12 Euro gewesen). Für drei Euro pro Tag gab es einen überwachten Parkplatz. Die Lage war eigentlich okay, wir mussten immer zum Hauptbahnhof gehen und von da aus mit der Bahn zum Bahnhof Wilhelmshöhe und dann zum Kongress Palais. Meistens waren die Verbindung in Ordnung. Preislich lag das Hotel bei 99 Euro die Nacht.


Freitag, 2. März 2012

[Geblubber] Japanreise Tag 1: Reisebeginn, Asakusa

Früh morgens geht es los, nach einer äußerst kurzen (weil aufgeregt) Nacht, heißt es um 06:30 Uhr aufstehen. Eigentlich wollte ich dann den Bus nehmen, aber letztlich bin ich doch zu Fuß zum Hauptbahnhof gelatscht und war natürlich wieder die Erste. :P Nach kurzer Zeit kamen aber auch schon Philipp und Stefan und wir stiegen recht bald in die Bahn, die erstaunlicherweise mal keine Verspätung hatte. Unterwegs haben wir nur dummes Zeug geredet und auf einem Gleis sogar eine Freundin gesehen (hallo Sandra <3). *hihi* Am Düsseldorfer Flughafen ist dann auch Karol zu und gestoßen und Philipps Ma, die uns ebenfalls dort erwartete, hat uns noch einen dekadent teuren Kaffee (über 15 Euro für vier Tassen!) ausgegeben. Je näher der Abflug bzw. Check In rückte, desto aufgeregter wurde ich dann doch. Immerhin sollte ich das erste Mal fliegen und meine Eltern haben mir da ne ordentliche Portion Angst gemacht. q___q Der Check In verlief halb automatisch, wir mussten an einem Automaten alles selbst eingegeben und dann unsere Koffer abgeben. Danach ging es durch die ganzen Kontrollen inklusive Körpercheck. XD



FLUG 1: Fokker 70
Natürlich musste der erste Flug Verspätung haben (15 Minuten), ich war ja noch nicht hibbelig genug. ;P Nachdem wir dann mit dem Bus zum Flugzeug gefahren wurden, war ich echt erstaunt wie klein dieser „Cityhopper“ doch war. o___o’ Es gab nur einen Gang und jeweils zwei Sitzplätze davon ausgehend. Dementsprechend ruckelig und laut (ein starkes Rauschen) ging es in der Maschine auch zu. Insgesamt war es aber eigentlich okay, wenn mir nicht so schlecht gewesen wäre (wobei ich nicht weiß, ob es am Fliegen liegt oder daran, dass es mir schon gestern nicht gut ging) und ich nicht etwas in Auge bekommen hätte. Der Ausblick auf die Wolken zwischenzeitlich war aber wirklich toll, wie in der Antarktis! :) Zu Essen gab es übrigens zwei leckere Kekse und Orangensaft im Plastikbecher.


FLUGHAFEN AMSTERDAM (Schiphol)
Nach nur 20 Minuten Flug kamen wir in Amsterdam an, wo wir über zwei Stunden Aufenthalt haben sollten. Uns wurde gesagt, dass die Koffer automatisch ins Flugzeug gebracht werden und so trieb uns der leere Magen zum Essen. Der Hunger verging einem bei den horrenden Preisen aber auch ganz schnell wieder… *wtf* Letztlich habe ich dann einen angebrannten Cheeseburger bei Burger King für 2,50 Euro gegessen – yummy… (Ich darf theoretisch nicht so viel meckern, der Stefan meint dann immer das wäre zu typisch deutsch.) Zum richtigen Gate haben wir dann auch noch gefunden, allerdings sind wir dafür auch einem durch den kompletten Flughafen gelaufen.


FLUG 2: Boing
Der zweite Flug war so was von wesentlich angenehmer als der erste! :D Das Flugzeug war ein riesen Teil mit zwei Gängen und drei, vier und zwei Sitzplätzen. Das Rauschen war nicht mehr so stark und auch das ruckeln kam nur ab und zu. Ich hab mich fast wie in der Bahn gefühlt, nur das es wesentlich leiser war und um mich herum fast nur Japaner saßen. XD Der Service war genial! Es gab warmes Essen (wir haben uns für Curry entschieden, dabei gab es noch Fisch, Salat und Jelly), Snacks, Eis und mehr! Außerdem ein tolles Unterhaltungsprogramm mit aktuellen Filmen (auf englisch), Serien, Musik, Spielen und mehr. Beim Mittag ist dem Stefan dann sein hoch angepriesener Tomatensaft umgekippt. *haha* Weil Karol dann auch den Oolong Tee von Philipp probieren wollte, bekam er einen besonderen Schluck ab. ;) Er hatte es dem Philipp nämlich zu spät gesagt und dieser hat dann kurzerhand einfach wieder etwas in den Becher gespuckt, was Karol aber nicht vorher wusste. *lach* Delicous (hier im Flugzeug ist alles delicous, zumindest steht es überall drauf)! Und ja, ich muss das jetzt schreiben, der Karol ist „amazing“, weil er der Stewardess eine Wärmflasche geöffnet hat. Negativ kann ich eigentlich nur sagen, dass einem nach so langem Flug zwischendurch wirklich derbe der Arsch und die Beine weh tun! *jammer* Ansonsten ging es aber, auch wenn keiner von uns schlafen konnte.



FLUGHAFEN NARITA
Fliegen war insgesamt nicht so schlimm wie erwartet bzw. eingeredet. Mein einziges Problem sind Start und Landung, da wird mir doch ziemlich übel und aufgrund der schlechten Luft bekomme ich auch Kopfweh. Deswegen war ich dann auch froh, als wir erstmal aus dem Flugzeug gestiegen sind und den langen Weg durch die Absperrungen (tatsächlich – wir waren nur eine Handvoll Europäer), es gibt spezielle für Ausländer, zum Gepäckband gelaufen sind. Auf dem ganzen Weg lag Teppich. Es ist übrigens auch üblich spezielle Einreiseformulare (bzw. Zettel) und Fingerabdrücke abzugeben. Das Gepäckband war dann eine echte Geduldsprobe und auch richtig angsteinflößend, ob denn nun alle Koffer angekommen sind. Bestimmt dreimal sind zwei verschiedene Drogenspürhunde (ja die Japaner nehmen das alles sehr genau!) an uns vorbeigelaufen bevor sie endlich ankamen. Danach wuselten wir uns verwirrt zu den Stationen vor, wo es den Japan Rail Pass und die Suica Karte gab. Die Suica mächtig aufgeladen, ging es dann an die Zugsuche und mit vielem rumfragen (in drei verschiedenen Sprachen), saßen wir auch im richtigen Zug und konnten die doch ländliche Gegend um den Flughafen bestaunen. Diese Landschaft änderte sich jedoch bald und in Asakusa angekommen, sah man dann nur noch (Groß-) Stadt.


ASAKUSA
Vom Bahnhof aus war unser Hotel leicht zu finden (einfach ein kleines Stück geradeaus), nur der viele Regen stimmte uns etwas missmutig. Das Hotel ist vielleicht nicht das größte, beste, aber auf jeden Fall ein schnuckeliges mit kleinen Extras wie Kühlschrank und Wasserkocher im Zimmer. Die Toilette musste von den Jungs natürlich gleich eingeweiht werden, wobei die Popo-Spülung aber scheinbar etwas zu hart war. *lach* Ansonsten sind die Zimmer ziemlich klein und man tritt sich leicht auf die Füße, aber wir schlafen ja nur hauptsächlich drin…Weil wir im Flugzeug so gut wie gar nicht schlafen konnten, wurde erstmal beschlossen eine längere Pause einzulegen und so geschah es dann auch von etwa 14:00 – 17:30 Uhr.




Als nächstes wollten wir die Gegend erkunden und Bahnhöfe ausfindig machen, also machten wir uns auf den Weg und waren schon bald am Kaminari-mon (Donnertor). Da ich zum Rox (Einkaufscenter) wollte, bogen wir ab und im Rox wurden dann die ersten Einkäufe getätigt! Unterwegs haben wir schon viele tolle Sachen entdecken können, da es schon dunkel war, waren die Leuchtschilder besonders interessant. Ich kaufte im Rox einiges im Daiso (100 Yen Shop) und ein kleines Märchen-Buch bei Libro. Danach zwang uns der hungrige Magen zur Futtersuche und wir entschieden uns letztlich für Ramen (für mich Miso Ramen – wie immer). Es hat wirklich sehr lecker geschmeckt und war reichlich (ratet wer nicht aufessen konnte XD). Gekostet hat es 750 Yen. Toll ist, dass an vielen japanischen Restaurants die Speisen im Schaufenster ausgelegt sind, meist aus Plastik. Ansonsten kann man bei der Bestellung auch immer gut auf das Bild zeigen. *lach*


Gesättigt schlenderten wir dann durch die Gassen, schauten uns um und machten ein paar Fotos. Leider hatten aber auch viele Geschäfte schon zu! Sobald man sich aber einem Restaurant näherte, wurde man quasi schon reingewunken und gerufen. In einem Conbini (24 Stunden Supermarkt), kauften wir dann noch einige Sachen zum Frühstück ein. Ich werde mir morgen mit Stefan Sakura Mochi teilen, die wollte ich schon immer probieren. Die Sakura/ Pfirsich Bonbons sind immerhin schon lecker. ;) Zum Abendbrot hatte ich dann Hanami Dango zu naschen, die ich ebenfalls schon immer probieren wollte (ja, ich arbeite eine laaange Liste ab!).



Morgen geht es dann zum Senso-ji Tempel und der Nakamise Einkauftsstraße in Asakusa und in den Ueno Park zum Nationalmuseum und Zoo. :)