Mittwoch, 31. Mai 2017

[Japan 2017] Tag 6: Toyoshima Kamaboko 2/2 (Fukuoka)

Der letzte Filmtag für mich... Ich bin ein wenig traurig (und später wird es noch sehr emotional), aber ich freue mich auch sehr. Denn heute geht es nochmal zur lieben Familie des Toyoshima Kamaboko! <3 Tag 5 war bereits sehr schön dort und so geht es gut gelaunt los~ (^3^)

Toyoshima Kamaboko - 豊島蒲鉾 [Website]
3-5-42, Yoshizuka, Hakata-Ku Fukuoka, Fukuoka, Japan 812-0041

Wir checken um 08:10 Uhr in unserem Green Hotel aus. Weil ich dachte keinen Frühstücks-Gutschein mehr zu haben, frühstücke ich nur ein paar TUCs... Später fällt mir dann der Gutschein in die Hände. *seufz* Egal! Wir fahren wieder zum Toyoshima Kamaboko Geschäft und müssen kurz warten. Dann geht es mit der Yamaguchi-san zum Markt in Hakata! Ich darf bei ihr mitfahren und wir unterhalten uns etwas. Zum Beispiel über verschiedene Dialekte in Japan und Deutschland. Natürlich wird alles gefilmt. XD

Das japanische Navi hat ein Parksystem, das aussieht wie ein Videospiel. XD

Der Markt an sich ist klein, aber fein. Anders als in Deutschland, ist er nicht wirklich unter freiem Himmel, sondern eher in einer überdachten Straße. Hier gibt es zum Beispiel frisches Obst und Gemüse, Tee sowie allerlei aus dem Meer etc. Wir kaufen hier Ago - Fliegenfisch. Der Händler erzählt uns etwas über die Herstellung. Der Fisch wird zunächst gegrillt und dann in der Sonne getrocknet. Besonders Nagasaki ist bekannt für die Herstellung. In der Küche kommt er vor allem zu besonderen Festtagen zum Einsatz. Man kann aber zum Beispiel auch eine feine Oden Brühe damit machen. (^___~) Am Stand neben an bekommen wir eine kleine Tasse Tee zum Probieren. Ich kaufe dann auch einen Genmaicha und bekomme sogar einen kleinen Rabatt. Von der Freundin der Yamaguchi-san gibt es noch Kaffee. Alle sind sehr lieb! Da lasse ich ihnen doch gern meinen Knopf da (der ist nämlich von der neuen Jacke ab- und in eine Art Gulli gefallen). *lach*





Danach geht es weiter in einen großen, lokalen Supermarkt. Ich fahre nun wieder im Panda Taxi mit. Im Supermarkt selbst huschen wir wahnsinnig schnell durch! Das ist ein bisschen schade, aber wir haben es eilig. Schließlich müssen wir heute Abend noch zurück nach Tokyo... Also geht es schnell weiter zur Wohnung der Tochter! Dort bekomme ich gleich eine süße Schürze. (^___^)

Ich sag ja, ich bin überhaupt nicht fotogen. *hust* Sehr schade! Dafür sind Mutter und Tochter sehr süß. (^___~)

Mit der lieben Tochter Nao-san habe ich mich bereits gestern angefreundet. Das nimmt heute auch noch zu! (^___~) Nicht nur, dass sie auch zwei Katzen hat (Rion-chan - super leicht und fluffig - und Mijibata Angelika), wir können auch noch gut ein bisschen über unsere Freunde (Boyfriends) "lästern". *hihi* So werden wir Neko-Tomo. <3 Aber wir sind ja zum Arbeiten hier! Gemeinsam mit Mutter und Tochter geht es an die Zubereitung von Hakata Oden. Dabei lerne ich wieder viel Neues - gerade im Bereich Kochen nach Hausfrauenart - muss aber auch Gelerntes der letzten Tage anwenden.


Zunächst geht es natürlich wieder an die wichtige Brühe! Neben viel Katsuobushi und Kombu kommt hier auch der gekaufte Ago zum Einsatz. Dafür bricht man den Fisch in zwei Hälften und gibt ihn mit dem Kombu ins kalte Wasser. Es soll gut durchziehen, dann erhitzt man die Brühe. Wie sonst auch, gibt man später Katsuobushi hinzu, lässt es ebenfalls ziehen und seiht die Suppe dann ab.



Weiter geht es mit den Zutaten! Beim Daikon wissen wir dank Kamada und Doteyaki Shimashō bereits, dass man ihn dicker schält. Allerdings macht man das im normalen Haushalt nicht unbedingt und auch Nao-san bekommt es nicht so rund wie die Köche hin. XD Dafür runden wir die Ecken ab - das hat kein Koch gemacht. Konnyaku wird nach Hausfrauenart angeritzt (das haben die japanischen Köche ebenfalls nicht gemacht.) und gekocht. Wie im Doteyaki Shimashō pressen wir es dann in eine Plastikdose. Es soll entwässern und so den Eigengeschmack verlieren. Das klappt allerdings nicht so gut. *hust* Auch der Direktor versucht es, aber immer wieder flutscht das Konnyaku heraus. Wir beschweren es nachher einfach und es kommt, mit Konichi-kuns Hilfe, tatsächlich etwas Wasser raus.



Einen Lachflash bekommen wir schließlich bei den Eiern. Als Tipp zeigen mir die Yamaguchis, dass sie ein kleines Loch in die rohen Eier stechen. So sollen sie sich später besser schälen lassen. Dafür drückt Nao-san die Eier auf ein spezielles Gerät. Und das soll ich nachmachen! Tja, was soll ich sagen... ich habe es versucht! XD Aber ich habe es doch geschafft, dass Ei auf dem Gerät zu zerdrücken. *huch* Zweimal. *lach* Ich habe vielleicht doof geguckt! Aber danach haben wir alle herzlich gelacht. (^___~) Und natürlich kommt das auch in der Sendung vor. Ein drittes Mal wollte ich es nicht versuchen, da ich es als Veschwendung empfunden hätte. Wir versuchen auch die Eier noch weich zu kochen, wie im Kamada, aber letztlich werden sie doch hart.


Wir schälen auch noch Taro zusammen und dann gibt es, glaube ich, schon eine Pause. Vorher haben wir wohl noch die Zutaten in den Topf gesetzt und mit dem Köcheln begonnen! Nach der Pause macht Frau Yamaguchi viel alleine weiter. Ich glaube, es soll schneller gehen. Das hausgemachte Nerimono wird vor dem Einsetzen in den Topf noch heiß abgespült. Außerdem wird mir gezeigt, dass man aus den Kombu und Katsuobushi Resten der Brühe noch sehr gut ein Reisgewürz machen kann. Tsukudani ist richtig lecker! Zwischendurch machen wir ein paar Katzenfotos und sogar der alte (Katzen) Herr der Frau Yamaguchi wird kurz runter gebracht.





Je später es wird, desto schneller soll alles gehen und wir warten gespannt auf das fertige Oden. Gemein, ich darf nichts mehr probieren, sondern soll mich überraschen lassen! *uuuh* Dabei sieht es einfach wahnsinnig gut aus! Das findet auch die Kamera, denn wir filmen alles haargenau. Dann wird schnell der Tisch gedeckt (mit den wunderschönen Illustrationen der Frau Yamaguchi!) und der Sohn sowie der Vater der Yamaguchi-san kommen zum Essen vorbei. Wir setzen uns an den Tisch und ich soll den Herrn Papa bedienen. Dann nehmen wir uns alle und essen! Es ist ein sehr schöner Abschluss und das Oden schmeckt wahnsinnig gut! Richtig schön würzig, mit vielen leckeren Zutaten und genau mein Geschmack. Ich bekomme viel Lob und alle sind soooo lieb und herzlich... Das kann ich gar nicht oft genug sagen! Wir reden noch ein bisschen, lachen viel und weinen ein bisschen. Mein Sitz im Seiza ist ein Thema, auch meine anderen Gerichte und natürlich Oden. Dann müssen wir aber recht überstürzt aufbrechen.



Im Toyoshima Kamaboko Geschäft wird der Abschied gefilmt. Wie immer soll ich ein paar passende Worte finden, eine kleine Karte vorlesen und meine Mitbringsel verteilen. Dann bekomme ich auch Geschenke von der Familie! Wow - sie haben für mich ganz viele Kamaboko Stücke gestaltet. Und die Yamaguchi-san findet so viele liebe Worte... Ich sei wie eine Tochter in Deutschland für sie und alles. Alle fangen an zu weinen und so kann auch ich nicht mehr an mich halten. Wir weinen und fallen uns in die Arme. Wirklich, wer kann einer so herzensguten Familie schon widerstehen? Es ist schlimm, wir müssen los, aber es kommt alles so plötzlich. Der Abschied fällt schwer. Ganz besonders gemein ist es, dass direkt danach noch ein Interview mit mir geführt wird. Himmel, ich war fertig mit der Welt und habe tatsächlich Rotz und Wasser geweint... (q___q) Ich weiß auch nicht, ob ich gut ausdrücken konnte, was ich sagen wollte. Alles in allem bin ich aber einfach nur wahnsinnig dankbar! Ich konnte so viel lernen, alle waren sehr geduldig mit mir und ich habe so viele liebe Menschen kennengelernt. <3 Danke TV Tokyo für diese einmalige Erfahrung! Jeder Tag war ein Abenteuer. (^3^)



Ich bekomme wirklich viel selbstgemachtes Kamaboko geschenkt! Das ist einfach so süß gemacht, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll... Gut 5kg sind es! Und dabei bekomme ich später noch etwas nachgeschickt... Aber sieht es nicht einfach toll aus? Im großen Set habe ich die Blume und den "Fächer" selbst bemalt (siehe Tag 5). (^___^)



Erschöpft fahren wir gegen Abend und recht knapp zum Flughafen in Fukuoka. Dort rasen wir quasi durch, geben unser Gepäck ab und sitzen dann schon im Flieger. Gefilmt wird nicht mehr, alle sind sehr müde. Nur Claudia-san (die übrigens noch Sakura Sakuranbo Royal Milk Tea für mich gefunden hat) und ich bleiben wach. Weil wir so viel Essen vom Geschäft mitbekommen haben, wird im Flieger noch alles aufgeteilt und gegessen. Ich sammle am Haneda Flughafen noch schnell ein paar Visitenkarten vom Team ein. Noch an der Gepäckausgabe verabschiedet sich dann der Chef und in der Eingangshalle auch noch die beiden Kameramänner. Immer muss ich schnell ein paar Gastgeschenke rauskramen. Also mitten im Flughafen den Koffer auf- und zuquetschen. XD


Mit dem Assistenten fahren Claudia-san und ich mit dem Taxi in die Stadt - fast 9000 Yen kostet es am Ende! (O___O) Den Assistenten setzen wir ab, Claudia bringt mich noch zum Apa Hotel (wieder). Es gibt etwas Verwirrung, da man die Nacht für mich noch bezahlen wollte, das aber wohl vergessen wurde. Claudia ist so lieb das auszulegen und muss dann schnell weg. Zum Glück sehen wir uns später nochmal! In meinem Zimmer versuche ich alles in den Koffer zu packen. Doch es ist einfach zu viel... Ich gebe auf und nehme den zweiten Koffer raus. Nochmal schnell in den Conbini, ein bisschen was gesnackt, geduscht und ab ins Betti. (^___^)

Im Apa Hotel gibt es eine Snacktüte gratis. Natürlich wieder mit der schicken Besitzerin drauf! XD

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